Kennst Du das Gefühl ich gehöre nicht dazu? Ich sage Dir das ist dein größtes Potential.

In diesem Podcast geht es um ein sehr persönliches Thema

Auf Anregung von einer sehr fleißigen Podcast Hörerin von mir. Das Thema sich nicht dazugehörig zu fühlen oder immer als Außenseiter zu fühlen. Ich denke, dieses Thema ist wirklich sehr, sehr vielschichtig, weil natürlich kenne ich dieses Gefühl, dass ich mich nicht dazugehörig fühle. Ich habe türkische Wurzeln und  ich habe schon immer das Gefühl gehabt, dass ich bei meinen deutschen Freunden immer so ein bisschen ein Außenseiter war. Ob das dann so war oder nicht, das weiß ich nicht einmal. Es kann auch sein, dass sie das gar nicht so empfunden haben, aber dass ich das so empfunden habe. Und mittlerweile habe ich da auch eine sehr differenzierte Ansicht.

Ich hab mich auch als Kind in meiner Familie als schwarzes Schaf gefühlt

Wenn ich meine Mutter frage, dann sagt sie natürlich Nein. Im Nachhinein, weiß ich, natürlich war ich immer ein sehr forderndes Kind. Ich wollte immer mehr. Ich war nie angepasst und es war einfach anstrengend für meine Eltern mit mir. Punkt.

Und dass ich da von Haus aus einfach mehr angeeckt bin oder eben nicht so konform war, ist klar. Das ist auch teilweise meine Persönlichkeit, teilweise auch meine Herkunft und teilweise, dass ich auch mit den anderen eben nicht einverstanden war.

Ich habe das Leben und Ihre Ansichten von meinen Eltern nicht akzeptiert

Also das eine ist, dass die anderen mich ausschließen aber ich habe ja auch die anderen für ihr Leben oder für ihr Verhalten oder für ihr Mindset kritisiert. Und ganz einfach das Leben von meinen Eltern habe ich einfach nicht akzeptiert. Für mich war klar, ich möchte mehr aus meinem Leben machen. Zu arbeiten, um mal ein bisschen Geld zu verdienen und irgendwo was zu sparen, das ich in der Rente gut leben kann. Das war keine Option für mich. Das ist das, was meine Eltern mir vorgelebt haben. Und ich habe dieses Leben abgelehnt.

Meine Eltern haben meine Ansichten und Vorhaben nicht akzeptiert

Aus dieser Motivation heraus habe ich für mich entschieden Okay, was möchte ich in meinem Leben? Ich möchte reisen. Dann habe ich mit 18 beschlossen meine erste Reise nach Amerika zu machen. Meine Eltern waren gelinde gesagt geschockt, weil damals war auch Reisen nicht so normal. Wir sind damals, noch nie mit dem Flugzeug irgendwohin geflogen. Wir sind damals immer mit dem Auto in die Türkei gefahren und mit 18 hatte ich eben ein bisschen Geld und habe dann mit einer Freundin beschlossen sechs Wochen nach Amerika zu reisen. Das war mal gleich mein erster Flug.

Ich habe mit meinen Vorhaben alle immer Schockiert

Damit habe ich mein Umfeld, meine Eltern und alle schockierte und einfach überfordert. Das dann wenn wieder zurück komme die Beziehung zu meinen Eltern nicht ganz so einfach ist, ist auch klar. Das war halt ein ewiger ewiger Spagat für mich. Das liegt in der Natur der Dinge, ich glaube das  viele Hörer, die meinen Podcast anhören oder die Menschen, die ich Coache auch aus solchen Verhältnissen kommen, die sie unbewusst ablehnen und unbewusst was anderes wollen.

Meine Coaches wollen einfach mehr vom Leben

Ja, aus diesem Bewusstsein heraus entstehen einfach Konflikte und diese Konflikte führen natürlich dazu, das auf der einen Seite natürlich liebe ich meine Familie. Natürlich möchte ich dazugehören und natürlich möchte ich, dass meine Eltern mich lieben für das, was ich tue. Nur wenn sie das nicht verstehen und nicht akzeptieren und nicht lieben können, dann habe ich einen Konflikt. Dann muss ich mich irgendwann für mich entscheiden.

Du musst Dich für Dich entscheiden

Was möchte ich? Wenn ich mich für mein Leben entscheide das ist auch aktuell ein Riesen Thema für mich, weil ich eben von meinem Lebenskonzept, vor meinem Lebensstil, von meinen Visionen sowas von nicht den Vorstellungen meiner Mutter entspreche, dass das für sie ein riesen riesen Ding ist. Ich meine, mittlerweile hat sie sich an mich gewöhnt. Sie liebt mich trotzdem. Das weiß ich.

Manchmal bekommt man von den Eltern für sein Leben kein Ja

Aber ich bekomm natürlich kein Ja, toll wie du das machst von ihr. Weil das nicht in Ihrer Box drinnen ist. Für sie ist alles was ich mache außerhalb Ihrer Vorstellungskraft außerhalb Ihrer Box. Wenn ich jetzt als Erwachsene sie sehe muss ich den Bogen spannen und sagen okay, das ist so für meine Mama. Also akzeptieren. Das ist der erste Schritt, dass ich sie akzeptiere, so wie sie ist und so wie sie denkt. Dann entsteht auch ein Stück weit. Ja. Dass wir überhaupt dann zusammenkommen können, weil wenn ich ihre Box akzeptiere und ihre Bedenken akzeptiere, dann und nicht mehr dagegen halte, dann entsteht ein völlig andere Situation.

Es ist nicht so, dass sie dann meine Sachen akzeptiert, aber zumindest akzeptiere ich sie. Und es wird viel weicher und viel angenehmer, wieder mit ihr zusammenzukommen. Das gilt auch für Kollegen, für Vereine. Wenn ich irgendwo bin, da muss ich erst einmal prüfen, akzeptiere ich überhaupt die Leute? Wie schaut es denn mit meiner Akzeptanz aus? Weil wenn ich die nicht akzeptiere, so wie sie sind, dann schließe ich mich selber aus und ich werde auch ausgeschlossen. Das ist einfach so.  Prüft das nochmal für euch.

Es sind immer zwei Seiten der Medaille

Es ist nie eine Seite dieses nicht dazuzugehören, da wo ich bin, da will ich ja weg. Unbewusst. Deswegen gehöre ich ja da irgendwie auch nicht mehr dazu. Ich will ja woanders hin. Ich will ein anderes Leben haben. Ich will anders denken. Ich habe eine andere Meinung zu den Dingen. Und es ist dann auch meine Aufgabe, mit den Leuten, die mir wichtig sind, eben zu denen eine Brücke zu finden.

Das Leben ist eine Reise

Wenn es gar nicht geht, dann ist es so. Dann ist es so. Dann war die Reise bis zu diesem Zeitpunkt dann geht die Reise mit dieser Person zu Ende und ich reise mit anderen Personen weiter. Teilweise werden mich Menschen in meinem Leben vielleicht ein Leben lang begleiten und es wird viele, viele. Viele Menschen geben, die. Ja, begleiten mich dann nur ein eine Zeitlang und dann halt nicht mehr und ich bin dankbar für diese Zeit und für diesen Menschen, weil jeder Mensch in meinem Leben hat mir auch ein Geschenk gegeben. Und es ist natürlich immer schwierig, wenn ich merke, ich gehöre irgendwo nicht mehr dazu. Dann für sich selber zu finden, wohin gehöre ich denn? Und die einzige Antwort auf diese Frage ist:

Du gehörst nur dir selber

Das heißt, deine Aufgabe ist es, es dir recht zu machen und nicht den anderen. Das heißt nicht, dass die anderen das akzeptieren müssen. Es heißt aber auch nicht, dass du die anderen dafür verurteilst, dass sie dich nicht akzeptieren, weil das ist ihr gutes Recht. Sie müssen nicht alles gut finden, was du machst. Und für dich ist es nur wichtig will ich mit diesen Menschen noch Kontakt haben? Wenn ja, dann ist es meine Aufgabe zu akzeptieren, dass die Menschen eben anders denken. Punkt. Und wenn Sie mit manchen Sachen von mir nicht klarkommen oder mit ich meine, wenn ich Themen habe, die ich mit manchen, manchen Menschen nicht besprechen kann, dann ist es so.

Dann habe ich aber mit diesen Menschen eine andere Schnittstelle

Das ist nicht gut oder schlecht. Ich habe ganz, ganz viel Freunde in meiner in meiner Welt und ich habe mit vielen Freunden ganz verschiedene Themen. Und das ist auch gut so, weil ich bin ja auch nicht eindimensional. Ich habe ja auch viele Facetten an mir. Für diese vielen Facetten gibt es verschiedene Freunde oder verschiedene Menschen in meinem Leben.

Genau das ist mein größtes Potential

Das, was ich früher als Manko gesehen habe, dieses deutschtürkische, habe ich gehasst. Das empfinde ich als größten Schatz. Ich kann mich in vielen Welten bewegen, wenn ich in der Türkei bin, kann ich türkisch. Ich verstehe die Mentalität, ich verstehe die Musik. Ich gehe da auf. Wenn ich hier bin, bin ich deutsch. Wenn ich mich mit meinen französischen Freunden treffe, dann verstehe ich auch ein Stück weit ihre Mentalität. Wenn ich mit Sportlern unterwegs bin, dann weiß ich, wie die ticken. Ich bin eine Mutter. Ich weiß, wie eine Mutter tickt und fühlt. Ich also jede einzelne Facette an mir ist eine Original Seden und keiner ist so wie ich. Und ich bin gut so, wie ich bin. Aber das kann ich mir nur selber sagen. Das kann ich nicht von meiner Mutter erwarten, das kann ich nicht von meinen Geschwistern erwarten. Das kann ich nicht von meinen Kindern erwarten.

Wenn die Menschen in meiner Umgebung mit einigen Sachen von mir ein Thema haben, dann ist es so. Aber dann ist das nicht mein Thema, sondern das ist ihr Thema. Es ist erst dann mein Thema, wenn es bei mir was auslöst.  Dann ist für mich die einzige Aufgabe, wenn mich ein Verhalten oder eine Reaktion auf mein Verhalten mich triggert. Gefühle auslöst, Wut auslöst oder Unbehagen auslöst oder oder oder. Dann gehe ich hin und arbeite an diesem Thema. Und dann sehe ich woher das kommt, dann kann ich das auflösen. Dann habe ich beim nächsten Mal mit dieser Person oder mit dieser Situation gar kein Thema mehr.

Wenn dich eine Person triggert dann kannst Du es mit klopfen auflösen

Ja, das ist einfach meine Erfahrung mit diesem Thema. Und ich hoffe, ich konnte euch ein Stück weit mitnehmen und ihr habt mich verstanden.

Wenn Ihr euch unverstanden fühlt und Eure Themen auflösen wollt, dann meldet Euch bei mir.

Eure Seden

 

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