Seden Eser - Coaching

Podcast

Interview mit Beata Bakos!

Beata: Ich bin die Beate. Ich bin 36 Jahre alt. Ich komme aus München. Ich bin ursprünglich in Rumänien geboren, aber an der ungarischen Grenze aufgewachsen, spreche daher Ungarisch und bin mit sieben Jahren nach Deutschland gekommen. Und mit 7 Jahren sind wir erst einmal in Sachsen gewesen und waren für drei Jahre in einem Wohnheim, bis wir die deutsche Staatsbürgerschaft hatten und sind dann umgezogen nach Niederbayern. Das war für mich dann auch so ein einschneidendes Erlebnis, wo ich gerne auch nochmal später darauf zu sprechen komme. Das war auch etwas, was ich beim Klopfen herausgefunden habe.  In Niederbayern waren hat bei mir dann sozusagen sozialer Aufstieg begonnen. Ich bin heute bei Amazon und leite EU weit ein Team von knapp 40 Mitarbeitern. Und ja, das ist sehr spannend, weil wenn ich mir in meiner Karriere so anschaue und auch meinen Lebensweg es ist sehr viel durch Zielstrebigkeit und Erfolg geprägt und Erfolg ist auch dieses Stichwort. Was mich auch sehr, sehr lange beschäftigt hat, weil das es total zwiespältig bei mir.

Seden: Also es klingt ja von außen gesehen nach einem perfekten Leben, auch perfekt im Außen. Ich meine sich von ganz unten, sich so weit hochzuarbeiten. Das ist schon eine Nummer.

Beata: Absolut.

Seden: Und wie fühlt sich das? Im Außen sieht es so aus. Aber wie fühlt sich es im Innern an?

Beata: Und da hast du genau das richtige Wort gewählt und zwar außen und innen. Und das ist das auch, was ich mit zwiespältig meine. Weil auf der einen Seite fühlt sich das immer gut an. Im Außen zu sehen, okay. Die Karriere hat geklappt. Ich habe eine Manager Stelle bekommen. Ich arbeite in großen internationalen Unternehmen. Das erfüllt einen immer so für einen kurzen Moment mit Freude und Fülle. Ich hab’s geschafft. Erfolg. Fühlt sich gut an. Und es ist aber manchmal wirklich wie auf so einer Achterbahnfahrt, wenn man so kleine Hochs hat. Da geht’s aber auch sofort wieder tief runter, weil obwohl man im Außen Erfolg hat oder obwohl ich im Außen Erfolg habe, hab ich mich im Innern immer sehr leer gefühlt, immer nicht ausgefüllt. Als ob immer ein Stück von mir gefehlt hätte und als ob ich, obwohl ich im Außen so erfolgreich war, nie wirklich auf dem richtigen Weg gewesen bin. Und das ist eine sehr, sehr zwiespältiges Gefühl gewesen. Was mich dann natürlich immer mehr angetrieben hat zu sagen Okay, ich merke ich mir, diese diese Fülle, die es gibt, hab ich immer, wenn ich im Außen Erfolg habe. Also lass uns doch im Außen noch mehr Erfolg ins Leben rufen. Immer noch höher , schneller, weiter. Immer mehr dieses Hamsterrad befeuern. Um dann im Außen immer mehr Erfolge zu sehen, um immer mal wieder dieses kurze Glücksgefühl zu haben. Aber der wirklich Nachteil an der ganzen Sache ist, dass du im Innern sehr ausgebrannt bist.

Seden: Wann hattest du so einen Moment, wo du wirklich in dieses ausgebrannt sein, wie du das jetzt gerade beschrieben hast, wirklich gefühlt hast?

Beata: Absolut. Also ich war auch einem bestimmten Zeitpunkt sehr ausgebrannt und das war so ein Moment, wo ich mich heute noch super dran erinnern kann. Ich war in London am Flughafen und habe dort mein Projekt vorstellen müssen und saß da. Und natürlich mit Hinfliegen, herfliegen, super viel Zeitdruck. Auch nebenbei noch Projekte machen, Emails lesen, Emails beantworten, Telefonate entgegennehmen. Also es war so ein richtiger Stressfaktor und ich hab auch gemerkt, meistens wirkt sich der Stressfaktor dann auch auf deinen Körper aus. Ich hatte Zahnschmerzen und ich saß da und fühlte mich wirklich ausgebrannt und müde und erschöpft. Und ich hab mich gefragt Warum eigentlich das alles? Warum mach ich das Ganze? Warum gehe ich nicht ein, zwei Schritte zurück und achte mal wirklich auf mich selbst? Aber die Frage war wirklich Ist es das wirklich wert? Ist es das wert, dass ich im Außen Erfolg sehe? Aber im Innern mich tatsächlich gerade so ausgebrannt und so leer fühle?

Seden: Woher kommt dieses Gefühl der Leere ursprünglich? Das ist ja auch immer die Frage Woher? Das was uns passiert, passiert ja auch nicht umsonst, oder? Das hat ja auch immer einen Grund.

Beata: Absolut. Und diese Frage hat mich auch sehr beschäftigt. Das war dann auch der Auslöser dafür, dass ich losgegangen bin auf meine Reise, um mal wirklich herauszufinden. Zum einen wie kann es denn sein, dass ich mich im Innern so lehr fühle? Was ist der Auslöser dafür? Und zum anderen Was möchte ich denn? Weil es ist ja häufig, dass du feststellst auf deiner Reise. Okay, das möchte ich nicht mehr. Ich will weg von. Aber die Frage ist ja wohin. Also dieses hin zu. Ist ja häufig so ein Fragezeichen. Was ist mein Herzensthema? Was ist so mein Why? Was lässt mich strahlen? Was gibt mir Freude und Leichtigkeit und Fülle im Leben? Ich hatte keine Ahnung. Ich wusste nur, das ist es offensichtlich nicht. Ich weiß noch, dass ich genau an dem Tag angefangen habe, in Spotify durch zu scrollen, zu gucken okay, was gibt’s für Podcasts? Und hab mir dann wie so eine Wahnsinnige alle Podcast, alle Videos, alle Trainings angeguckt. Zum Thema Persönlichkeitsentwicklung hab ich mir gedacht Okay, das wird mir wirklich helfen auf meiner Reise und es hat sich auch wirklich gut angefühlt. Also ich war mir sicher, ich bin da auf dem richtigen Weg und habe auch sehr viele Online Trainings gemacht und bin da wirklich konstant durchgegangen und habe alle möglichen Trainer ausprobiert um zu schauen was passt. Dann konnte für mich auch tatsächlich viele Erkenntnisse sehen. Also wenn du dir auch mal so diese Trainings anschaust, dann kannst du dir sehr gut erklären. Okay, was sind meine Glaubenssätze? Was sind vielleicht so Blockaden, die ich habe? Was sind so vielleicht innere Antreiber, die ich habe? So beispielsweise das Thema Perfektionismus ist bei mir ein Klassiker. Also so na ja, keine Fehler machen.

Seden: Haben viele, viele Frauen das? Das können, glaube ich, viele Frauen unterstreichen, dass das irgendwo mit in die Wiege gelegt worden ist. Also immer dieses perfekt sein zu müssen. Schon zwanghaft.

Beata: Ja, genau. Und ich meine, an sich ist ja Perfektionismus nichts Schlechtes. Es hat auch sehr viele positive Aspekte.  Ich kann so meine Arbeit sehr wertschätzen, weil ich sehr viele Details. Ich habe ein gutes Auge dafür. Ich kann auch viele Fehler gleich entdecken, was vielleicht einige meiner Mitarbeiter zum Wahnsinn treibt. Ich entdecke Fehler in E-Mails oder Präsentationen Dokumenten, die sie vielleicht nicht entdeckt haben. Aber es macht natürlich qualitativ die Arbeit besser. Aber auf der anderen Seite kann es sehr ins Ungesunde abgehen. Und für mich ist es dann so gewesen, dass ich mich gefragt habe Okay, auch dieses Thema Perfektionismus. Es ist ja im Grunde genommen eine Angst, Fehler zu machen. Angst vor Versagen und dann auch Angst, deswegen nicht mehr wertgeschätzt oder geliebt zu werden. Das waren so die Themen, die ich für mich im Kopf so sehr gut erklären konnte. Ich finde, alles, was es aktuell auf dem Markt gibt, ist auch sehr positiv. Aber für mich kam dann wirklich so dieser entscheidende Moment, wo ich dachte Hm, also ich bin hier immer sehr alleine mit mir selbst und ich bräuchte doch mal wirklich jemand Handfestes, den ich sehen kann, mit dem ich wirklich auch im 1:1 sprechen kann und was doch klasse wäre, wenn ich nicht mit dieser Person auch wirklich auf diese Reise weiter begeben kann, nur noch tiefer gehen kann als das, was ich jetzt bis jetzt für mich persönlich gemacht habe. Dieser Weg hat mich dann tatsächlich zu dir geführt.  Ich erzählt die Geschichte auch immer ganz gerne. Ich finde, das ist immer so ein Wink des Schicksals oder des Universums oder was auch immer nennen möchte.

Seden: Nichts passiert durch Zufall.

Beata: Ja und da sieht man auch so diese Kraft der Frauennetzwerke. Weil ich hab das natürlich in meinem Netzwerk geteilt. So hey, ich befinde mich gerade auf dieser Reise. Ich suche grad nach einem Coach, der mich supporten kann und meine Freunde Mercedes, die auch in meinem Business hat, hat dich dann bei einem Ihrer Weinverkostungen kennengelernt und rief mich danach total begeistert an und meinte, Ja die Seden war da und die ist genau die richtige für dich. Ich lade sie zu mir zum Brunchen ein komm auch vorbei. Ihr müsst euch kennen lernen. Ich sagte zum mir, dann höre ich mir mal ihren Podcast an und guck mal, was die so macht. Und ja, als wir uns begegnet sind, hatte ich sofort ein richtig tolles Gefühl, weil du bist ja auch eine Persönlichkeit, die sehr viel Ruhe ausstrahlt, sehr viel Gelassenheit, Ausgeglichenheit ausstrahlt. Du bist sehr authentisch und ich dachte mir, als ich dich gesehen habe, so im Kontrast zu mir. Ich bin meistens so im Stress. Fünf Sachen auf einmal machen. Ich hab mir gedacht, okay, so eine Scheibe davon würde mir auch sehr, sehr guttun. Und so kam es dann auch, dass wir uns, nachdem wir uns kennengelernt haben, auch zu einer Gruppensitzungen getroffen haben mit zwei anderen Frauen. Das war für mich dann auch wirklich so ein Gamechanger Moment. Weil ich vorher ja nicht wusste, was auf mich zukommt.

Seden: Das wissen Sie alle nicht:-)

Beata:  Es hängt mit dem klopfen zusammen, aber ich dachte mir auch so Ja, ok. Was kann man denn da klopfen? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Und von daher war ich total gespannt, als ich mich auf dem Weg zu Dir begeben habe. Mit den anderen zweien. Und wie es häufig so ist, war ich auch die letzte, die dran war, weil die, die am meisten im Kopf ist und sich Gedanken macht, die. Die trifft es meistens zuletzt. Und ich war auch wirklich verunsichert, weil die ersten beiden waren halt sehr bei sich und du hast bei ihnen auch sofort den Kern getroffen. Die waren sofort bei ihren Themen, die sie blockieren. Die waren sofort hochemotional, die haben sofort sich geöffnet und ich dachte mir die ganze Zeit Oh mein Gott. Was soll ich denn ihr denn jetzt erzählen? Also ich war voll in meinem Kopf. Was soll denn da bloß rauskommen? Mein Leben ist doch eigentlich super. Ich bin erfolgreich. Ich hab den Job. Also was soll denn da bloß an die Oberfläche kommen? Und als ich dann dran war, als letzte, hab ich mir dann die ganze Zeit auch gedacht Oh mein Gott, mein Gott, was erzähle ich ihr da nur? Und ich glaube, das war ein schöner Eiertanz um meinen Kopf herum, als ich versucht habe, mir irgendwelche Geschichten rauszuziehen, die vielleicht Sinn machen, mit Dir zu besprechen. Ich fand es so schön, weil du auf eine sehr, sehr angenehme Art und Weise mich immer wieder zurück geführt geführt hast zu einem Ort, an dem ich nicht sehr oft und nicht sehr gerne bin und zwar zu meinen Gefühlen. Was sind deine Gefühle? Wie fühlst du dich dabei? Was kommt hoch? Und ich finde, das ist so eine schöne Kombination gewesen aus Gefühlen, dass man sich mehr und mehr darauf konzentriert. Ich bin ein sehr visueller Typ. Bei mir kam auch viel hoch. Als du dann den Kern getroffen hast in Bildern. Das war auch sehr, sehr spannend, weil plötzlich haben dann diese Bausteine, die ich vorher hatte aus der Persönlichkeitsentwicklung, wo ich dann gelernt habe, was meine Glaubenssätze was sind meine Blockaden, meine inneren Antreiber. Plötzlich hat das irgendwie Klick gemacht mit den Bildern, die ich vor mir sehen konnte. Und da gebe ich vielleicht einfach nur ein einfaches Beispiel. Ich hatte ja so als Glaubenssatz für mich entdeckt Ich bin nicht gut genug. Die Klassiker haben viele andere auch einer der Top Glaubenssätze. Aber dieses Thema ich bin nicht gut genug für mich. Ich habe nie wirklich sehen können, wo kommt das denn eigentlich her? Und als wir gesprochen haben, hab ich mich dann als kleines Mädchen gesehen. Ich war damals in der Hauptschule und war total aufgeregt und hab mich so gefreut, den Übertritt in die Realschule zu machen, weil alle meine Freundinnen sind auch dahin gegangen. Und leider waren aber meine Noten nicht gut genug. Also musste ich in die Aufnahmeprüfung. Und was dann passiert war, dass mein Klassenlehrer mich mit meinen Eltern zu einem Treffen gerufen hat und gesagt hat Tut mir leid, Eheberater ist nicht gut genug. Sie ist nicht schlau genug. Sie schafft es nicht auf die Realschule. Sie wird versagen, wenn sie auf die Realschule geht. Lassen Sie sie mal lieber auf der Hauptschule, weil hier macht sie in einem Bali und danach kann sie ja gucken, was sie später macht. Danach können wir vielleicht immer noch die Realschule machen, aber lassen Sie sie hier. Und ich merke selbst heute, dass mich das immer noch so trifft und dass mich das bewegt. Dass man einfach jungen Mädchen, die noch ganz am Anfang ihres Lebens stehen, einfach mal solche Steine in den Weg legen, weil es hätte ja nichts ausgemacht, wenn er mich diese Aufnahmeprüfung einfach hätte machen lassen. Aber dass er einfach nochmal meine Eltern mit dazu beruft, ihn auch nochmal vor mir sagt, dass ich nicht gut genug dafür bin, war ein sehr entscheidender Moment. Und ich merke das halt wirklich, dieses Wissen. Okay. Ich habe diesen Glaubenssatz plötzlich gepaart wurde mit diesem Gefühl von okay, ich weiß, wie sich es damals angefühlt hat. Ich weiß, wie schwierig das für mich damals war.

Seden: Da kann ich ganz kurz einhaken. Das ist halt ein sehr schöne Vorlage von dir. Also das sind dann eben das Prinzip. Wir klopfen immer im Moment. Und aus dem Unterbewusstsein, alles ist bei euch abgespeichert. Die Momente kommen hoch und mit dem Klopfen leitest du die Gefühle aus deinem Körper aus. Gleichzeitig weißt Du was der Grund ist, auch für den Verstand.  Du kannst Körperlich fühlen wie Du erleichtert bist.

Beata: Ja, absolut. Und ich meine, am Ende des Tages hat es ja auch sehr geholfen, dann weiter zu klopfen und zu sagen Okay, auch wenn das passiert ist, bin ich heute als Beata immer noch geliebt und beschützt. Ich bin wertvoll.  Das ist immer noch super wichtig, dass man das sich auch immer wieder vor Augen hält, selbst wenn es diese Situation gab. In der Vergangenheit beeinflusst es mich ja eigentlich heute nicht mehr so stark. Sondern dass es einfach nur nervt und ich damals hatte. Und am Ende des Tages. Diese Erfahrung hab ich auch positiv weitergeführt und es hat mir auch eine Stärke gegeben. Also am Ende des Tages ist ja wirklich alles, was einem passiert in der Vergangenheit eine Art Challenge, die man dann zu einer Superpower umwandeln kann. Und meine Superpower dadurch war Ehrgeizikeit und Zielstrebigkeit, weil ich mir gedacht habe Okay, lieber Klassenlehrer, vielen Dank für dein Feedback. Aber jetzt erst recht. Selbstverständlich bin ich zu dieser Aufnahmeprüfung gegangen und selbstverständlich habe ich die geschafft. Und selbstverständlich war ich dann auf der Realschule und hab mein Studium gemacht.

Seden: Alles hat zwei Seiten. Also ich meine, ich gebe dir recht, ich habe hier genau denselben Hintergrund als Migrationskind türkischer Herkunft und ich musste mich hocharbeiten. Aber das Thema ist halt Wie? Um welchen Preis. Es ist nie gut, es ist nie irgendwann mal zu Ende. Man hat es nie wirklich geschafft.

Beata: Ja, und deswegen war es ja auch kein Wunder, dass ich mich plötzlich in diesem Hamsterrad wiedergefunden habe. Obwohl ich diese Superpower hatte und gesagt habe Ich bin jetzt zielstrebig und ich schaffe es. Trotzdem hatte Ich diese Sicherheit. Ich kann das, ich schaffe das Ich bin gut genug. Dafür hab ich dann trotzdem immer nach mehr, nach mehr, nach eher nach mehr geguckt, um mir wirklich zu beweisen, dass es wirklich so und ich finde es sehr interessant für alle zu sein, auch wirklich zu sagen das ist nichts, was, was nur wir haben. Vielleicht du und ich, sondern das selbst beispielsweise eine Michelle Obama davon spricht, dass auch sie das hatte in ihrem Leben. Und das ist ja jetzt eine weltbekannte Persönlichkeit. Also auch sie spricht davon, dass sie das Gefühl hatte, als junges Mädchen nicht gut genug zu sein. Von daher ist das wirklich etwas, wo wir auch, finde ich, die Verantwortung haben, dass noch mehr ans Licht zu tragen und zu sagen Hey, es gibt dafür auch Lösungen. Das heißt, du bist nicht damit alleine und du kannst auch wirklich damit arbeiten und das für dich selber auch lösen.

Seden: Absolut, absolut. Ja schön. Und jetzt würde mich noch interessieren. Ich finde ja auch das spannend, immer mit dem Klopfen kommt man ja wirklich immer mehr bei sich an und spürt immer mehr, was man wirklich im Leben möchte. Welche Werte man wirklich leben möchte und welche Werte man sich nur angeeignet hat, die man von außen übernommen hat. Du hast dir jetzt auch einen anderen Weg parallel gestartet. Was ist Dein Herzensweg?

Beata: Ja, absolut. Und da hätte ich auch gerne ein bisschen mehr darüber. Also für mich war ja, ich habe am Anfang ausgeholt und ich habe gesagt, ich wusste, wo ich weg will, aber ich wusste nicht wohin. Und nachdem ich die Arbeit gemacht habe und nachdem ich auch mehr und mehr mit dir zusammen gearbeitet habe, habe ich für mich gemerkt Okay, wie so eine Zwiebel lösen sich langsam die einzelnen Schichten und ich komme immer mehr und mehr bei mir selber an und bei meinem wahren Kern und bei dem, was mich wirklich ausmacht. Und das hat mir wahnsinnig geholfen. Es war natürlich auch und da möchte ich das vielleicht noch kurz dazusagen. Es war jetzt kein Spaziergang. Also für jeden, der jetzt zuhört, der sich denkt Ah ja, super, da gehe ich zur Seden und klopfe ein bisschen und dann komme ich an meine tiefsten Themen ran und dann gehe ich wieder raus und fühle mich super. Ja, das kann der Outcome sein. Aber es ist mit sehr viel Mut und sehr viel Stärke und sehr viel Offenheit auch verbunden, da wirklich in sich selber reinzugehen. Weil ich kann mich immer noch erinnern jedes Mal zu mir gefahren bin, dachte ich noch so Oh nein, ich will da eigentlich nicht hin, weil wer weiß, was Seden denn jetzt schon wieder über mich herausfindet oder ich über mich selber herausfinden. Von daher weiß ich, dass es kein einfacher Weg ist, aber ein Weg, der sich absolut lohnt. Er hat sich bei mir gelohnt. Weil nachdem ich diese Zwiebel Schicht für Schicht freigelegt habe, hab ich für mich persönlich entdeckt, dass wirklich dieses Thema für mich Empowerment und Diversity die Themen sind, die ich wirklich für mich besetzen möchte und Frauen inspirieren möchte. Weil nach all dem, was ich erlebt habe, meine Vergangenheit, möchte ich die Frau sein, die ich gebraucht hätte als junges Mädchen. Das ist sehr schön.

Seden: Da bekomme ich Gänsehaut

Beata: Ich finde, das ist so wichtig als junges Mädchen und ich finde heute auch junge Frauen oder auch generell Frauen, die schon ein bisschen weiter sind, müssen einfach hören, dass sie gut genug sind. Genau so, wie sie sind. Dass sie wertvoll sind und dass sie sich nicht verstellen müssen. Dass sie sich nicht gesellschaftlichen Erwartungen anpassen müssen, dass sie sie selbst sein dürfen und in Fülle und Leichtigkeit leben dürfen und ihre eigenen Regeln für Erfolg aufstellen dürfen. Und das ist auch gut so ist. Und ich? Ich finde einfach, wir haben so viele Frauen, die noch nicht an diesem Stadium sind. Und auch ich war nicht da. Vor knapp zwei Jahren, sondern es war ein sehr, sehr langer Weg, bis ich herausgefunden habe, was dann wirklich meine Herzensthemen und wo möchte ich denn wirklich hin? Aber als ich dann herausgefunden habe, habe ich für mich festgestellt, ich möchte genau damit raus und ich möchte andere inspirieren und ich möchte andere unterstützen auf diesem Weg, sie auch dorthin zu bringen. Und das ist auch mein Projekt, was ich jetzt nebenbei neben Amazon angefangen habe. Und zwar habe ich mit meiner Kollegin und mittlerweile guten Freundin Nadine Happy Working Woman gegründet. Und unser Ziel ist es einfach, Frauen mehr in dieses Selbstbestimmte zu führen. Selbstbestimmtes Leben, selbstbestimmtes Arbeiten, die eigenen Regeln für Erfolg festsetzen und auch wirklich im Flow zu sein und in Leichtigkeit zu leben. Und das Schöne ist Wir haben bei Amazon auch angefangen, das als Programm anzubieten, als sechswöchige Programm. Und ich freue mich total, dass wir mittlerweile so einen Zufluss von Frauen bekommen haben, die genau sich für dieses Thema interessieren. Und das gibt mir einfach noch mehr Bestätigung und bestärkt mich auch, dass das zum Thema, was noch weiter raus muss und was in die Welt getragen werden muss. Weil wenn wir die Frauen bestärken, dann machen wir die Welt auch ein stückweit zum besseren Ort für alle.

Seden: Absolut. Also ich meine ich. Da bist du ja noch nicht ganz so weit. Ich kann ja als Mutter auch von zwei Mädchen reden. Wir brauchen Vorbilder, die das Leben und die das auch einem beibringen können, weil die junge Generation braucht Vorbilder und die braucht neue Konzepte, um wirklich Arbeit, Familie unter einen Hut zu bringen, ohne dass es die Frauen auslaugt. Das ist teilweise wirklich ein Spagat. Ich kann davon nur ein Lied singen. Ich hab ja auch ziemlich schnell angefangen zu arbeiten, auch mit den zwei kleinen Kindern. Man arbeitet sich als Frau auf und da muss es andere Modelle geben. Ganz einfach. Und ich denke, dass auch Frauen also so hab ich das immer empfunden. Als Teilzeitkraft hatte ich dann den Job von einer Vollzeitkraft dann letztendlich gemacht und so werden die Frauen dann letztendlich auch ausgenutzt. Es teilweise wirklich nicht schön, aber da auch wieder zurück zu dir oder zu uns dann als Frauen, dass wir unsere Grenzen auch selber setzen lassen, auch irgendwo selber kommunizieren müssen und auch dann sagen müssen Okay, bis hierhin und nicht weiter. Meine Leistung ist genau so viel und dafür stehe ich zur Verfügung. Der Rest muss für Familie, muss für die Kinder oder für mich sein.

Beata: Ja, also ich finde auch einfach diese Erlaubnis, nein zu sagen. Absolut diese Erlaubnis. Ich darf für meine Gefühle einstehen und das ist okay. Und ich muss mich nicht rechtfertigen. Ich glaube, das ist etwas, was man definitiv nochmal raustragen kann. Und eine zweite Sache, die ich auf jeden Fall noch erwähnen wollte, ist, weil das Klopfen bei mir ja sehr viel bewegt hat. Und ich glaube, was nochmal eine sehr spannende Fortsetzung davon ist, ist das, was du ja gemacht hast jetzt mit dem Thema Klopfen to go. Wann erscheint das?

Seden: Es ist jetzt draußen, seit letzter Woche ist es draußen. Man kommt über meine Website drauf oder über den Instagram Link und man kann es erwerben. Ich bin so stolz. Du hast es ja ausprobiert. Genau da kannst du vielleicht noch ein paar Takte dazu sagen.

Beata: Genau da kannst du auch wirklich stolz drauf sein. Ich ich war sehr gespannt drauf. Dadurch, dass ich dich ja schon live kenne, war ich sehr gespannt, wie das dann funktioniert, wenn wir das dann to go machen. Und ja, das ist ja so eine wunderschöne Kombination aus Meditation und entspannende Musik und dann wirklich deine Anweisungen, wie man denn klopft. Und ich fand das total klasse, weil ich wirklich auch gut reingekommen bin und auch durch die Erfahrungen, die ich vorher schon hatte, in diese Stadien und diesen Status reingekommen bin von Entspannung und dann wirklich auch tiefer und tiefer in meine Gefühle reingehen konnte und auch tatsächlich mit dieser to go Technik einen Weg gefunden habe, wie ich auch ein paar Themen für mich alleine lösen konnte. Also von daher echt super für den Fall, dass man nicht gleich zu mir kann. Bei einem akuten Thema holt euch das. Das gibt’s zu verschiedenen Themen. Ich hatte das Thema Schuldgefühle probiert, aber ich hab gesehen, es gibt jetzt auch das Thema Versagen, was bei mir auch ein sehr, sehr gutes Thema ist. Was ich mir als nächstes ausprobieren werde. Und da kann man auch einfach zuhause für sich, wenn man gerade nicht sehr viel Zeit hat. man kann in knapp 20 Minuten schon sehr viel tun.

Seden: Genau. Ja, absolut. Wir haben ja verschiedenste Themen und immer wenn Themen hochkommen und man nimmt sich dann wirklich 20 Minuten Zeit. Also ich meine wir duschen ja auch jeden Tag und putzen unsere Zähne und das ist wirklich auch die Reinigung. So sehe ich das wirklich. Also es ist dann wirklich die Reinigung von unseren Gefühlen. Wie du vorhin schon gesagt, dass man Zwiebel Schicht fürs Zwiebel Schicht also irgendwann ist es dann auch gut. Du merkst dann irgendwann wirklich den Effekt, dass sich das durch die Themen im Außen also egal was im Außen passiert, das dich dann innerlich nicht mehr so tangiert. Also du kannst dann wirklich gelassener auf die äußeren Umstände reagieren.

Beata: Ja, absolut. Genau deswegen nur absolut meine Empfehlung auch das zu testen oder einfach Deine Leistung schon bei dir zu testen. Denn es ist eine wundervolle Erfahrung und die wünsche ich wirklich jedem zu. Einfach mehr Leichtigkeit und schöner Weg zu sich selbst.

Seden: Ich habe jetzt die Beata bestochen, dass sie Werbung für mich macht:)

Beata: Das habe ich gerne gemacht. Ich glaube, meine Erfahrung spricht nur für sich. Also da ist ja wirklich etwas Wunderschönes dabei entstanden und du hast mir auf diesem Weg sehr, sehr weitergeholfen. Und ohne dich wäre dieser Weg auch nicht so entstanden. Von daher bin ich überzeugt von dem Konzept und da musstest du mich gar nicht gestalten. Genau. Ich denke, wir haben

Seden: Jetzt haben fast über eine halbe Stunde miteinander geredet. Und vielen Dank nochmal für deine Zeit und ich habe das echt sehr sehr genossen mit dir und ich hoffe, dass die Zuhörer das jetzt auch für sich das eine oder andere mit rausnehmen konnten und bedanke mich bei allen Zuhörern und ich bedanke mich bei dir. Liebe Berta und wenn du magst, hast du noch das letzte Wort.

Beata: Ja, vielen lieben Dank, denn es war mir eine wahre Freude und ich freue mich, noch mehr von mir zu beten. Ich freue mich noch weiter auf unseren gemeinsamen Weg, der uns ja immer noch vereint. Von daher herzlichen Dank und noch einen wunderschönen Tag.

Eure Seden